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Weniger ist mehr

Wie wir in Eigenmarken Zucker und Salz reduzieren

Als regionaler Nahversorger sind wir in ganz Deutschland mit rund 3.200 Filialen bei den Menschen vor Ort. Hieraus resultiert eine große Verantwortung.

Mit unserem Sortiment von rund 3.500 Einzelartikeln, darunter zahlreiche Obst- und Gemüseangebote, bieten wir dem Kunden die Möglichkeit, Artikel für eine bewusste Ernährung zu kaufen. Darüber hinaus verfolgen wir eine Reduktionsstrategie, mit der wir den Salz- und Zuckergehalt und den Anteil gesättigter Fettsäuren in unseren Eigenmarken-Produkten verringern.

Unsere Produkte
Bereits Zucker und Salz reduziert – eine Auswahl

Crownfield Cornflakes

Bei den Cornflakes wurde der Zuckergehalt von 8,5 g/100 g um 35 Prozent auf 6,0 g/100 g und 2017 weiter auf 5,5 g/100 g gesenkt. Bis Ende 2019 möchten wir einen Zuckergehalt von 4,8 g/100g erreichen.

Trattoria Alfredo Steinofenpizza Salami

Bei der Salamipizza wird der Salzgehalt seit 2008 Schritt für Schritt reduziert. 2008 lag der Salzgehalt bei 1,63 g/100 g. Aktuell liegt der Salzgehalt bei 1,15 g/100 g. Das bedeutet: Der Salzgehalt wurde insgesamt schon um über 29 Prozent reduziert.

Freeway Cola

Bei der Freeway Cola 0,5 l und 1,5 l wurde der Zuckergehalt von 10,2 g/100 ml auf 9,7 g/100 ml reduziert. Unser Ziel bis 2025 ist es, den Zuckergehalt auf 8,0 g/100 ml zu reduzieren.

Weizenmischbrot

Beim Weizenmischbrot wurde der Salzgehalt im Zeitraum von 2015 bis 2018 von 1,55 g/100 g auf 1,20 g/100 g, bereits um 23 Prozent gesenkt.

Milbona Fruchtjoghurt Erdbeere fettarm

Der Milbona fettarme Joghurt Erdbeere wurde bereits unter die Lupe genommen und überarbeitet. Die Zuckerreduktion von 15,0 g/100 g auf 13,8 g/100 g konnte dadurch erreicht werden, dass weniger zugesetzter Zucker und gleichzeitig etwas mehr Erdbeeren und Erdbeersaft verwendet werden. Jetzt ist unser Joghurt fruchtiger und gefällt unseren Konsumenten in der Verkostung noch besser als zuvor.

Kürbiskernbrot

Beim Kürbiskernbrot wurde der Salzgehalt im Zeitraum von 2015 bis 2018 von 1,35 g/100 g auf 1,13 g/100 g, bereits um 16 Prozent gesenkt.

Ciabatta classic

Beim Ciabatta classic wurde der Salzgehalt im Zeitraum von 2015 bis 2018 von 1,72 g/100 g auf 1,20 g/100 g, bereits um über 30 Prozent gesenkt.

Freeway Orange

Bei der Freeway Orangenlimonade 0,5 l und 1,5 l wurde der Zuckergehalt von 9,8 g/100 ml auf 9,2 g/100 ml reduziert. Unser Ziel bis 2025 ist es, den Zuckergehalt auf 8,0 g/100 ml zu reduzieren.

Snack Day Kartoffelchips

Seit 2009 konnten wir den durchschnittlichen Salzgehalt unser Kartoffelchips von 1,65 g/100 g auf 1,39 g/100 g, also um über 15 Prozent senken.

Solevita Eistee Pfirsich 1,5 l

Beim Solevita Eistee 1,5 l wurde der Zuckergehalt von durchschnittlich 6,6 g/100 ml auf 6,2 g/100 ml reduziert. Bis 2025 wollen wir den Zuckergehalt schrittweise weiter reduzieren. Das Nährwertprofil der EU-Kommission von 8,0 g/100 ml ist hier bereits erreicht.

Crustini

Beim Crustini wurde der Salzgehalt im Zeitraum von 2016 bis 2018 von 1,55 g/100 g auf 1,2 g/100 g bereits um 23 Prozent gesenkt.

Auf dem Prüfstand: Zucker, Salz und Fette in unseren Eigenmarken

Zucker, Salz und Fette sind Geschmacksträger und auch elementar für unseren Stoffwechsel – allerdings muss mit ihrem Einsatz dauerhaft verantwortungsvoll und bewusst umgegangen werden.
Zucker: Hoher Zuckerverzehr begünstigt schweres Übergewicht und ist damit, nach Beurteilung von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe, neben fehlender Bewegung eine der Hauptursachen für Diabetes.

Die WHO empfiehlt, nicht mehr als 10 Prozent der aufgenommenen Energie über freie Zucker zuzuführen, was bei 2.000 kcal 50,0 g Zucker am Tag entspricht.
Gesättigte Fettsäuren: Ein Speiseplan, der reich an gesättigten Fettsäuren ist, wird in Verbindung mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen gebracht. Die Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) lautet weniger als 10 Prozent der aufgenommenen Energie über gesättigte Fettsäuren aufzunehmen.
Salz: Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) erklärte im März 2016, dass die Speisesalzzufuhr in Deutschland zu hoch ist. Anstatt der empfohlenen maximalen täglichen Aufnahmemenge von 6,0 g Salz, nehmen Frauen durchschnittlich 8,4 g Salz pro Tag und Männer sogar 10,0 g Salz am Tag zu sich.

Wir überprüfen unser Eigenmarken-Sortiment Bereich für Bereich

Damit verbessern wir in enger Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten die Rezepturen nach unseren Zielvorgaben. Dabei behalten wir die Energiedichte im Blick: So wird verhindert, dass beispielsweise bei einem Lebensmittel der Zuckergehalt reduziert und gleichzeitig der Fettanteil angehoben wird, sodass am Ende gleichviel oder sogar mehr Kalorien in einem Lebensmittel enthalten sind. Die Entwicklung von Rezepturen für neue Produkte unterliegt von vornherein unseren Zielvorgaben.

Unser Ziel: 20 Prozent weniger Zucker und Salz bis 2025

Unser Anspruch ist es, einen aktiven Beitrag zu einer bewussten Ernährung zu leisten. Dazu stellen wir unser Eigenmarkensortiment auf den Prüfstand und messen es an den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen.

Zum Erreichen unseres Ziels haben wir verschiedene Maßnahmen definiert:

Reduzierung des zugesetzten Zucker- und Salzgehaltes im Lebensmittel:
Beispielsweise verringern wir in unseren Fruchtjoghurts bei gleichbleibendem Fruchtanteil den Gehalt an zugesetztem Zucker. Unser Ziel ist dabei, den Kunden möglichst an den weniger süßen Geschmack unserer Eigenmarken heranzuführen. Wir ersetzen Zucker dabei nicht mit Süßstoffen.
Produktangebot in unseren Märkten:
Wir bieten unseren Kunden eine größere Auswahl an Produkten, die weniger Zucker oder Salz enthalten.
Reduzierung der Packungs- bzw. Portionsgröße:
Wir verringern die Packungsgrößen von Lebensmitteln mit einer hohen Energiedichte, so dass automatisch weniger Zucker oder Salz verzehrt wird. Das tun wir, indem wir direkt die Portionsgröße anpassen. Folgendes Beispiel verdeutlicht unser Vorgehen: Bei Schokoriegeln verringern wir die Größe eines Riegels. Damit erreichen wir, dass der Konsument beim Essen eines Riegels eine geringere Menge an Zucker zu sich nimmt.
Aktionen für gesündere Ernährung:
Lidl setzt sich mit verschiedenen Partnern dafür ein, über die Möglichkeiten bewusster Ernährung zu informieren. Beispiele hierfür sind die „Lidl-Fruchtschule“. Mit der Schulaktion unterstützt Lidl die Kampagne "5 am Tag" und trägt dazu bei, Dritt- und Viertklässler für eine ausgewogene Ernährung mit Obst und Gemüse zu begeistern. Ein Beispiel hierfür ist die "Lidl-Fruchtschule". Gemeinsam klären wir über ernährungsbedingte Krankheiten auf und informieren über Präventionsmaßnahmen zum Schutz der Gesundheit.

Welche Lebensmittel­gruppen stehen im Fokus?

Bei der Zuckerreduktion liegt unser Hauptfokus auf Lebensmitteln, die viel und gerne von Kindern konsumiert werden. Daher konzentrieren wir uns in erster Linie auf die folgenden Lebensmittelgruppen:

• Frühstückscerealien
• Joghurt/Joghurtdrinks
• Desserts
• Eiscreme
• Süßgebäck
• Süße Brotaufstriche
• Kindersüßigkeiten
• Soßen (Ketchup etc.)
• Fertiggerichte
Bei der Salzreduktion stehen die Lebensmittelgruppen im Vordergrund, die regelmäßig konsumiert werden und generell einen großen Anteil an der täglichen Salzaufnahme in Deutschland haben.

• Brot und Brötchen
• Suppen
• Fleisch und Wurstwaren
• Snacks
• Fertiggerichte und Pizzen
• Knabberwaren (Salziges Gebäck, Chips etc.)
• Soßen
Im Folgenden möchten wir anhand einiger Beispiele illustrieren, welche Erfolge wir bei der Reduktion bereits verzeichnen und in Zahlen messen konnten – und welche Ziele wir uns noch ganz konkret für die Zukunft setzen:

Lidl und der Umgang mit gesättigten und ungesättigten Fettsäuren

Unser Ziel ist es, in unseren Produkten einen möglichst hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren zu erreichen. Dazu haben wir zum Beispiel in unserer Choco Nussa Nuss-Nougat-Creme einen Teil des Palmöls durch Rapsöl und Sonnenblumenöl ersetzt, welche einen hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren enthalten. Informationen zu Palmöl in unseren Eigenmarkenprodukten finden Sie hier.

Da Rapsöl zudem einen vergleichsweise hohen Anteil an Omega-3-Fettsäuren enthält, soll bei unseren Chips künftig eine Mischung aus Sonnenblumen- und Rapsöl eingesetzt werden.

Tipps
zur Ernährung und zum Training

Ausgewogene Ernährung

Ausreichend Bewegung und ausgewogenes Essen – der Körper braucht beides! Für eine halbe Stunde Alltagsbewegung am Tag und 1–4 Stunden sportliche Aktivität in der Woche benötigt man keine spezielle Sporternährung, Sportdrinks oder Nahrungsergänzungsmittel. Ausreichend trinken und gesund essen reicht vollkommen aus. Man sollte sich ausreichend Zeit beim Essen nehmen und mit allen Sinnen spüren, ob es einem gut tut – und bei welchen Mengen man ein angenehmes Sättigungsgefühl hat. Dabei sollte man dem Körper geben, was er braucht. Das heißt: Satt essen, ohne übersättigt zu sein. Das hilft, das Gewicht zu halten.

1

Genieße vor allem die ganze Vielfalt frischer Lebensmittel wie Obst und Gemüse. Dafür weniger Fertigprodukte. Iss vielseitig und abwechslungsreich!

2

Iss dich satt an Gemüse und Obst („5 am Tag“) und sieh tierische Produkte (Fleisch, Wurst, Fisch, Eier, Milchprodukte) eher als Ergänzung.

3

Wähle Vollkornprodukte bei Brot, Brötchen, Nudeln, Müsli und Reis. Sie machen länger satt und halten den Darm gesund. Wusstest Du, dass Du mit viel Vollkorn dein Diabetesrisiko senken kannst?

4

Bevorzuge Pflanzenöle (z. B. Olivenöl, Rapsöl) und spare lieber an tierischen Fetten (in Fleisch, Sahne, Butter, Käse).

5

Zum Durstlöschen geht nichts über Wasser! 1,5 Liter am Tag solltest Du mindestens trinken. Auch ungesüßter Kaffee und Tee sind empfehlenswert.

6

Selbst zubereitet schmeckt’s noch besser! Klasse, wenn das Gemüse noch etwas Biss hat. Viel Fett macht nicht fit.

7

Süßigkeiten und Zucker in jeder Form sind eher Schlappmacher. Dein Körper kann den Zucker, den er braucht, selber herstellen. Bei Zucker und Salz gilt: Weniger ist mehr!

Gutes Training


Optimale Ausstattung
Für eine Runde um den Block braucht man nicht viel an Ausstattung. Rein in den alten Pulli und die Jogginghose und ein Paar Turnschuhe an, dann kann’s losgehen. Um jedoch schnell Fortschritte zu machen, erleichtert eine funktionale Ausrüstung das Training und bringt mehr Freude. Leichte Schuhe mit flacher Sohle und eine Pulsuhr helfen, motivierter ans Werk zu gehen.

High Intensity
Bisher galt, dass für eine optimale Fettverbrennung ein Puls von 120 bis 130 Schlägen pro Minute bzw. 65 bis 70 Prozent der maximalen Herzfrequenz anzustreben ist. Absolut verbraucht der Körper jedoch mehr Energie, wenn der Puls höher ist. Diese Erkenntnis hat sich im Leistungssport als High-Intensity-Training etabliert. Gelegentliche Zwischensprints erhöhen den Grundumsatz und stärken außerdem die Muskulatur.

Ziele setzen
Wer abnehmen will, hat oft keine Vorstellung davon, wie viel und bis wann. Lass dich gegebenenfalls von einem Arzt, Ernährungsberater oder Sportwissenschaftler beraten, welche Ziele in welchem Zeitraum realistisch sind. Nur so hast Du von Tag zu Tag und Woche zu Woche auch Erfolgserlebnisse, die anspornen.

Richtig essen
Bei Anstrengung ist es wichtig, den Körper mit Nährstoffen zu stärken. Diese sind in einer ausgewogenen Ernährung reichlich enthalten: Viel Gemüse, Obst und Vollkornprodukte sind dabei die erste Wahl. Neben Kohlenhydraten ist Eiweiß ein wichtiger Baustein der Ernährung, denn der Körper braucht es für den Muskelaufbau. Eiweißpulver und Nahrungsergänzungsmittel brauchen Sie jedoch nicht, eine ausgewogene Ernährung mit Hülsenfrüchten, Milchprodukten und ggf. Fleisch enthält genug Eiweiß.

Musik hören
Mit Musik läuft es sich leichter: Sie lenkt von der Müdigkeit ab und erleichtert die Taktfindung. Besonders geeignet sind Songs mit einem Rhythmus zwischen 120 und 140 Schlägen pro Minute.

Muskeln stärken
Während des Laufs wird die Fettverbrennung angekurbelt. Mit einem zusätzlichen Muskeltraining kannst Du alle Muskeln aktivieren: Je nach Laufdauer solltest Du alle 3 bis 10 Minuten auf der Stelle weitertraben und gezielte Armbewegungen etwa 15 bis 30 Sekunden lang durchführen. Das bringt Abwechslung ins Training und aktiviert auch die Oberkörpermuskulatur ergänzend zum Beintraining.

Pausen machen
Gönn´ Dir Auszeiten. Das Training sollte bestenfalls dreimal die Woche für 30 bis 45 Minuten stattfinden. Fange langsam an und steigere die Häufigkeit. Es soll Spaß machen und nicht zum Zwang werden.

Rezepte
für eine bewusste Ernährung

Schnelle Fetapäckchen

Eisberg-Wraps mit Eiercreme

Blumenkohl­pizza

Nussquark mit Himbeeren

Spiegelei mit Zucchini-Speck-Schnecken

Lachs auf Gemüsebett

Hähnchen­streifen mit Brokkoli

Winter-Ofengemüse mit Currydip

Bunter Reissalat mit Avocadocreme

Schnelle Frühstücks-Frittata

Ingwer-Hüttenkäse mit Früchten

AUTO-SCROLL PAUSE