Strategie und Management

DAS UNTERNEHMEN

Das Handelsunternehmen Lidl ist in 30 Ländern weltweit präsent.1 In 28 Ländern betreiben wir mehr als 10.000 Filialen. In Deutschland gehören wir mit rund 3.200 Filialen2 zu den führenden Unternehmen im Lebensmitteleinzelhandel. 39 Regionalgesellschaften mit jeweils eigenen Verwaltungen und Logistikzentren sorgen für die Belieferung und Steuerung von je rund 80 Filialen einer Region.3 

Als Discounter legen wir Wert auf ein überlegenes Preis-Leistungsverhältnis bei gleichzeitig bester Qualität und Frische. Die Orientierung an effizienten Prozessen bestimmt deshalb unser Handeln. Was der Kunde nicht benötigt, wird weggelassen. Gut 79.000 Mitarbeiter arbeiten bei Lidl nach diesem Prinzip.

Wir bieten unseren Kunden ein umfangreiches und qualitativ hochwertiges Festsortiment aus rund 3.500 Produkten.4 Dazu gehören u.a. Molkereiprodukte, Tiefkühlkost, Wurstwaren, Frischfleisch, Frischgeflügel, täglich frisches Obst und Gemüse sowie verschiedene Brote und Backwaren. Das vielfältige Markenartikelangebot (25 Prozent des Sortiments) sowie die Eigenmarken (75 Prozent des Sortiments) umfassen über 270 regionale und nationale Biolebensmittel sowie rund 20 Fairtrade-zertifizierte Waren.

Zweimal pro Woche wechseln Aktionsartikel. Neben Lebensmitteln, die das Sortiment z.B. um internationale Spezialitäten ergänzen, stehen Textilien, Haushaltswaren, Elektroartikel, Spielwaren oder Freizeitprodukte im Mittelpunkt.5

Lidl hat im Geschäftsjahr 2017 einen Gesamtumsatz von 74,6 Milliarden Euro erzielt, davon entfallen 21,4 Milliarden Euro auf Lidl Deutschland.4

In den letzten zwei Jahren haben wir unser Nachhaltigkeitsmanagement noch einmal substanziell ausgeweitet und Ziele für alle Unternehmensbereiche in unserem Nachhaltigkeitsprogramm festgelegt. Dieses fassen wir nun erstmals in unserem Nachhaltigkeitsbericht unter dem Motto „Heute für morgen handeln“ zusammen.

1 GRI 102-4
2 GRI 102-7
3 GRI 102-6
4 GRI 102-7
5 GRI 102-2

 

 

Das Nachhaltigkeits­­management

 

Die Nachhaltigkeits­grundsätze

Beim Nachhaltigkeitsmanagement orientiert sich Lidl an den folgenden Werten und Verhaltensnormen in fünf definierten Handlungsfeldern:6

6 GRI 102-16

Sortiment:
An unser Sortiment stellen wir höchste Ansprüche. Wir bieten unseren Kunden beste Qualität zum günstigen Lidl-Preis. Wir arbeiten entlang der gesamten Lieferkette täglich daran, die Qualität, Sicherheit und Nachhaltigkeit unserer Produkte weiter zu verbessern. Lidl bietet Produkte für eine ausgewogene Ernährung und unterstützt bewusste Kaufentscheidungen durch eindeutige Kennzeichnungen und anerkannte Siegel.

Gesellschaft:
Wir verstehen uns als Teil der Gesellschaft und übernehmen Verantwortung. Deshalb engagieren wir uns in handelsnahen und gesellschaftspolitischen Fragen. Zusätzlich unterstützen wir diverse soziale Organisationen und Initiativen bundesweit, aber auch lokal vor Ort. Wir wollen so aktiv Veränderungsprozesse für die Branche und das soziale Umfeld in Gang setzen.

Mitarbeiter:
Wir wollen ein attraktiver und engagierter Arbeitgeber sein. Deshalb arbeiten wir täglich daran, das beste Arbeitsumfeld für Eigenverantwortung, Teamwork und Leistungsstärke zu schaffen: Mit vielfältigen Einstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten, einer gerechten Entlohnung, einem kollegialen Umfeld und modernen Arbeitsmitteln.

Partner:
Langfristig angelegte und partnerschaftliche Geschäftsbeziehungen erleichtern die tägliche Arbeit, sorgen für hohe Qualitäten der Waren und führen zu zufriedenen Kunden. Deshalb gehen wir respektvoll mit unseren Vertragspartnern um und entwickeln die Beziehungen ständig weiter.

Umwelt:
Umweltschutz ist uns ein wichtiges Anliegen. Wir reduzieren Verpackungen, recyceln Wertstoffe und beschränken den Ressourcenverbrauch auf das Nötigste. Zudem investieren wir konsequent in moderne Technologien, um den Ausstoß schädlicher Klimagase zu minimieren und Auswirkungen wie Flächenversiegelungen oder Lärmemissionen in Grenzen zu halten.

 

Das Vorsorgeprinzip aus der Erklärung von Rio über Umwelt und Entwicklung findet bei Lidl Ausdruck in unseren Unternehmensgrundsätzen und ist integraler Bestandteil der Unternehmensführung.

Weitere Informationen zu unseren Unternehmensgrundsätzen finden Sie unter www.lidl.de/leitlinien.

Entlang unserer Wertschöpfungskette evaluieren wir laufend die Auswirkungen, Chancen und Risiken7, 8 im Sinne der Nachhaltigkeit. Geänderte Gesetzgebung, Preisschwankungen oder die Verfügbarkeit von Rohstoffen können sich auf unser Sortiment und die Produktion auswirken. Wasserknappheit in der Landwirtschaft sowie globale Herausforderungen wie der Klimawandel können die Wertschöpfungskette negativ beeinflussen. Eine weitere Herausforderung sind der Wettbewerb um Fachkräfte und das Recruiting qualifizierter Mitarbeiter.

Nachhaltig zu handeln ist unser Weg, unser Qualitätsversprechen jeden Tag aufs Neue einzulösen. Wir arbeiten täglich daran, noch besser zu werden und unsere Prozesse zu optimieren. Damit schonen wir nicht nur Ressourcen, sondern sichern auch unseren unternehmerischen Handlungsspielraum und die Zukunftsfähigkeit unseres Unternehmens. Wir schaffen Nachhaltigkeit u.a. durch Effizienz.

7 GRI 102-15
8 GRI 102-11

 

Nachhaltigkeit im Kerngeschäft – das Lidl Responsibility Model

Das Lidl Responsibility Model ist die inhaltliche Grundlage des CSR-Managements und der Nachhaltigkeitsberichterstattung. Es definiert einzelne Verantwortungsfelder entlang von vier zentralen Wertschöpfungsstufen.

Nach unserem Verständnis reicht unsere Verantwortung über das Unternehmen hinaus. Wir betrachten die gesamte Wertschöpfungskette als vier aufeinander aufbauende Wertschöpfungsstufen. Wir analysieren Risiken, suchen nach Lösungen und geben Anleitung für nachhaltigere Prozesse. Unseren Anspruch an soziale Standards bei unseren Geschäftspartnern haben wir in unserem Lidl-Code of Conduct festgehalten.9 Dieser bildet die Basis für Geschäftsbeziehungen, unsere eigenen Prozesse und unser Nachhaltigkeitsmanagement entlang der Lieferkette.

Weitere Informationen finden Sie unter www.lidl.de/codeofconduct

9 GRI 102-16

 

 

Rohstoffe und Landwirtschaft


Landwirtschaftlich produzierte Produkte sind die Grundlage unserer Ernährung. Umso wichtiger ist es, die Produktion nachhaltig zu gestalten, vom Anbau pflanzlicher Produkte bis hin zur Tierhaltung. Wir wollen einen aktiven Beitrag dazu leisten, die Haltungsbedingungen von Nutztieren zu verbessern. In der ersten Stufe unserer Wertschöpfungskette legen wir deshalb den Fokus darauf, die Ökosysteme zu schützen und gemeinsam mit unseren Lieferanten das Thema „Tierwohl“ und den Erhalt der Artenvielfalt weiterzuentwickeln. Unsere Grundsätze und Ziele halten wir in verschiedenen Positionspapieren für einen nachhaltigeren Einkauf fest.

Die Positionspapiere können Sie herunterladen unter www.lidl.de/positionspapiere.


Tierwohlstandards

Wir wollen die Bedingungen in der Tierhaltung sukzessive verbessern und setzen uns für eine artgerechtere Haltung der Tiere ein. Dafür arbeiten wir eng mit unseren Lieferanten zusammen und unterstützen Brancheninitiativen wie die Initiative Tierwohl und den Deutschen Tierschutzbund. Mit dem Lidl-Haltungskompass haben wir eine transparente und einfache Haltungskennzeichnung entwickelt, die dem Verbraucher ermöglicht, sich aktiv für Fleisch aus tierwohlgerechterer Haltung zu entscheiden.

Schutz von Ökosystemen

Im Bereich Landwirtschaft setzt Lidl auf die Vermeidung negativer Folgen für das Ökosystem. Mit der Initiative Lidl-Lebensräume leisten wir einen Beitrag zum Schutz der Biodiversität und Erhalt der Artenvielfalt. Im Rahmen der Initiative fördern wir zusammen mit unseren Lieferanten und deren Landwirten sowie auf eigenen Grundstücken die Ausweitung von Blühflächen.

 

 

Lieferkette und Verarbeitung


In unseren Lieferketten wollen wir dazu beitragen, dass Umwelt- und Sozialstandards auch international schrittweise verbessert werden.

Im Food- wie im Non-Food-Bereich setzen wir verstärkt auf einen aktiven Dialog mit unseren Partnern, um gemeinsam die Auswirkungen auf Umwelt und Menschen aufzuzeigen und positiv zu gestalten.

Wir stärken unsere Geschäftspartner durch gezielte Partnerschaften und Projekte mit Experten vor Ort sowie durch die Teilnahme an Multi-Stakeholder-Initiativen. Die Unterstützung von nachhaltigem Wirtschaften und Produzieren gilt sowohl für Partner, auf die wir direkten Einfluss nehmen können, wie auch für Produzenten, die nicht in den unmittelbaren Einflussbereich des Unternehmens fallen.

Umweltstandards in der Lieferkette

Unser Ziel ist es, schädliche Auswirkungen durch den Verbrauch von Ressourcen sowie die Schadstoffbelastung durch die Produktion zu minimieren. Im Textilbereich haben wir uns deshalb 2014 dazu entschieden, die von Greenpeace im Rahmen der Detox-Kampagne aufgestellten Verpflichtungen einzuhalten.

Großes Augenmerk haben wir darauf gelegt, die asiatischen Herstellungsbetriebe unserer Schuh- und Textileigenmarken dabei zu unterstützen, den Chemi­kalieneinsatz und die Verwendung von Wasser zu reduzieren und ein betriebliches Umwelt- und Chemikalienmanagement einzuführen. Mit der Veröffentlichung unserer Lieferantenliste „Textilien und Schuhe“ sorgen wir für mehr Transparenz gegenüber Verbrauchern.

Sozialstandards in der Lieferkette

Wir verfolgen das Ziel, Arbeits- und Sozialstandards in allen Zulieferbetrieben sicherzustellen, die die Umsetzung der gesetzlichen Mindeststandards fördern. Wir wollen durch unser Handeln dazu beitragen, die Arbeits- und Produktionsbedingungen in den Lieferantenländern positiv zu verändern. Im Fokus stehen Arbeitssicherheit und Gesundheit sowie Arbeitnehmer- und Menschenrechte und die Gleichstellung von Frau und Mann. Unterstützung erhalten wir dabei von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ).

Lieferanten- und Marktentwicklung

Wir setzen auf vertrauensvolle und langfristige Partnerschaften. Unsere Partner wollen wir befähigen, Nachhaltigkeitsstandards und -leistungen einzuhalten, sie zu verbessern und produktspezifische Wertschöpfungsprozesse nachhaltig zu gestalten. Dafür bieten wir ihnen Trainings und integrieren Mitarbeiter der jeweiligen Unternehmen aktiv in Optimierungsprozesse.

 

 

Betrieb und Prozesse


Unser Anspruch ist es, betriebliche Umweltauswirkungen zu minimieren und unseren Mitarbeitern ein angenehmes und inspirierendes Arbeitsumfeld zu bieten. Mit unseren Prozessen, vor allem aber mit technischen Einrichtungen in Logistikzentren und Filialen, wollen wir einen Beitrag zum Klimaschutz leisten und Ressourcen schonen. Für unsere Mitarbeiter schaffen wir ein gutes Arbeitsklima und fördern die Vereinbarkeit von Familie, Beruf und Freizeit.

Betriebliches Umweltmanagement

Im betrieblichen Umweltschutz reduzieren wir unseren ökologischen Fußabdruck stetig. Wir unterstützen GreenCycle, den Entsorgungsdienstleister der Schwarz Gruppe, bei seinem Ziel Zero Waste. Bei Plastik haben wir uns das Ziel gesetzt, den Verbrauch für Produkt- und Um- sowie Transportverpackungen bis 2025 um 20 Prozent zu reduzieren. Dieses Ziel wollen wir allein mit Maßnahmen bei Verpackungen für unsere Eigenmarken erreichen. Zudem wollen wir im selben Zeitraum unsere Kunststoffverpackungen für Eigenmarken 100 Prozent recyclingfähig machen. Ein erster großer Schritt zur Reduzierung des Kunststoffverbrauchs war 2017 die Auslistung der Standardplastiktüte. Durch den Verzicht auf die Plastiktüten spart Lidl Deutschland pro Jahr rund 3.500 Tonnen Kunststoff ein.

Mitarbeiterverantwortung

Unsere Attraktivität als Arbeitgeber ist uns ein zentrales Anliegen. Wir garantieren hohe soziale Standards und entwickeln unsere Mitarbeiter weiter. Wir bieten sichere Arbeitsplätze und kümmern uns um Chancengleichheit und Vielfalt. Eine faire Entlohnung, Lohngerechtigkeit für Frauen und Männer sowie Freiraum für das Private stehen dabei im Mittelpunkt unserer Suche nach den besten Bewerbern. Ein Drittel unserer Kollegen ist bereits seit mehr als zehn Jahren Teil von Lidl. Unsere offene Unternehmenskultur verbindet junge und erfahrene Kollegen in allen Bereichen unseres Unternehmens.

 

 

Kunden und Gesellschaft


Jede Woche kaufen Millionen Kunden in unseren Filialen ein. Viele dieser Kunden wollen nachhaltige Produkte vorfinden und transparent über Ernährungsthemen und Inhaltsstoffe informiert werden. Die Anforderungen reichen von veganen Lebensmitteln über fair gehandelte Waren bis hin zu Biofleisch oder zucker- und salzreduzierten Produkten. Darüber hinaus gibt es den Anspruch, Transparenz darüber herzustellen, unter welchen Bedingungen Tiere gelebt haben, aus welcher Region das Gemüse stammt und dass Qualität und Geschmack den gewohnten Lidl-Standard erfüllen.

Das alles leisten wir, indem wir unseren Kunden zuhören, mit unseren Produzenten die Produkte weiterentwickeln und Hintergrundinformationen offen kommunizieren sowie gesellschaftlichen Mehrwert schaffen, indem wir zahlreiche Organisationen unterstützen.

Sortimentsgestaltung

Wir setzen auf eine nachhaltigere Sortimentsgestaltung. Dafür stehen u.a. ein wachsender Anteil an Biolebensmitteln sowie der Lidl-Haltungskompass. Bei der Gestaltung des Sortiments wollen wir eine Sogwirkung für die Branche erzielen, wie z.B. durch Verzicht auf gentechnisch veränderte Organismen (GVO). Die Einführung GVO-freier Milchprodukte oder die Ankündigung der Reduktion von Zucker und Salz in unseren Eigenmarken setzten Standards für die gesamte Branche.

Transparenz am Point of Sale (PoS)

Unser erklärtes Ziel ist es, an allen unseren Verkaufsstellen (stationär und online) unseren Kunden nachhaltigere und bewusste Kaufentscheidungen zu ermöglichen. Die Kennzeichnung unserer Produkte, die Transparenz der Lieferkette sowie die Zusammenarbeit mit Siegelinitiativen sollen dabei unterstützen.

Gesellschaftliche Wertschöpfung

Ernährungsbildung ist ein wichtiger Baustein gegen fehlernährungsbedingte Krankheiten wie Diabetes und Übergewicht. Mit der Lidl-Fruchtschule will Lidl die Ernährungsgewohnheiten von Kindern positiv verändern. Zusammen mit dem Verein brotZeit e.V. sorgen wir zudem an Hunderten Schulen bundesweit für ein ausgewogenes Frühstück. 

Verantwortungsvolle Kommunikation

Mit unseren Stakeholdern tauschen wir uns kontinuierlich aus und beziehen ihre Anregungen in die Entwicklung unserer Nachhaltigkeitsaktivitäten ein. Wir kommunizieren offen über unser Engagement und belegen unsere Leistungen online unter www.lidl-nachhaltigkeit.de, unter www.lidl.de/verantwortung sowie auch über unsere Berichterstattung nach den Standards der Global Reporting Initiative und dem Deutschen Nachhaltigkeitskodex.

Durch die Verankerung in unseren Unternehmensgrundsätzen, Führungsleitlinien und unserem Code of Conduct gelten unsere Werte und Richtlinien für die Gesamtorganisation. Bei Bedarf werden wir zusätzlich Schulungen und Informationsveranstaltungen anbieten.

 

 

Die Nachhaltigkeitsorganisation

Nachhaltigkeit ist bei Lidl in der Geschäftsleitung verankert. Die Gesamtverantwortung liegt beim Vorsitzenden der Geschäftsleitung.10 Die CSR/Nachhaltigkeitsabteilung, als Fachbereich der Unternehmenskommunikation, berichtet an diesen und übernimmt die operative Umsetzung sowie das Stakeholdermanagement.

Hinzu kommen Vertreter aus allen Unternehmensbereichen, die das „CSR-Expertenteam“ bilden. In dieser Runde werden Trends und Themen der Nachhaltigkeit in den Fachbereichen diskutiert. Vereinbarte Maßnahmen und Ziele werden der Geschäftsleitung vorgelegt, die mit ihrer Entscheidung die Ausrichtung und Schwerpunktsetzung des Nachhaltigkeitsengagements von Lidl steuert.11, 12

10 GRI 102-19
11 GRI 102-20
12 GRI 102-18

Um das Engagement der Regionalgesellschaften effizient zu gestalten, gibt es in jeder der 39 Regionalgesellschaften CSR-Beauftragte.

 

 

Das Stakeholdermanagement  

Der kontinuierliche Austausch mit Anspruchsgruppen ist ein wesentlicher Bestandteil des Nachhaltigkeitsmanagements von Lidl. Wir evaluieren in kurzen, regelmäßigen Abständen, mindestens jedoch einmal pro Jahr, welche Stakeholder für das Unternehmen relevant sind.14 Die Grund­lage hierfür bilden externe Anfragen und ein weitreichendes Themenmonitoring, aber auch die Analyse geänderter Zuständigkeiten beispielsweise aufseiten der Politik oder bei Nichtregierungsorganisationen (NGOs). Außerdem erfolgt ein Abgleich mit der Wesentlichkeitsanalyse und den zugehörigen Themen. Ein Austausch besteht in beide Richtungen: Wir informieren aktiv, zum Teil in persönlichen Gesprächen, über Seminare, kleinere Veranstaltungen und Informationsschreiben.

Gleichzeitig geben Stakeholder mit ihrer Expertise wertvolles Feedback, das wiederum in unsere Arbeit einfließt. Darüber hinaus sind wir im konstruktiven Dialog mit NGOs und respektieren die kritische Auseinandersetzung mit unserem Unternehmen.15

13 GRI 102-40, GRI 102-43, GRI 102-44
14 GRI 102-42
15 GRI 102-40

 

 

Die Befragung der Stakeholder und Wesentlichkeits­analyse

2017 führte Lidl erstmals eine umfassende Befragung der Stakeholder16 durch. Diese richtete sich an externe Stakeholder, darunter Kunden, Geschäftspartner, NGOs und Politiker. Insgesamt wurden über 2.400 Stakeholder online befragt, um Einschätzungen, Ansichten und Erwartungen der Anspruchsgruppen zu ermitteln. Die Themen wurden auf Basis von bisherigen Anfragen an Lidl sowie auf Basis von Recherchen identifiziert.

Die Rücklaufquote von über 85 Prozent zeigt, dass ein großes Interesse seitens der Stakeholder besteht, sich zu Fragen einer verantwortungsvollen Unternehmensführung zu äußern. Insgesamt gaben die Stakeholder über 10.000 konstruktive Kommentare zu den verschiedenen Lidl-Nachhaltigkeitsthemen ab.

Alle Befragten waren sich einig, dass Nachhaltigkeit stark mit dem Kerngeschäft eines Lebensmitteleinzelhändlers verbunden und das Sortiment als zentrales Handlungsfeld zu bewerten ist. Entsprechend sind „nachhaltigere Produkte“, „Produktqualität“, „Nachhaltigkeit in der Lieferkette“ sowie ein „fairer Arbeitgeber“ laut der Umfrage die Topthemen in Bezug auf Nachhaltigkeit bei Lidl. In Abstimmung mit der Geschäftsleitung haben wir hier auch die aktuellen Schwerpunkte des nachhaltigen Handelns bei Lidl gesetzt.17
 
Wie die Antworten rund um die Fragenblöcke zur „Unterstützung gemeinnütziger Organisationen“ zeigen, ist dieses Thema den Befragten weniger wichtig. Einen Widerspruch zwischen Nachhaltigkeit und dem Prinzip Discount sieht der Großteil (86 Prozent) nicht.

Die Bewertung der aktuellen Leistung von Lidl bei den einzelnen Nachhaltigkeitsthemen liegt im mittleren Bereich. Diese Wahrnehmung will das Unternehmen mit konkreten Maßnahmen verbessern, die im Nachhaltigkeitsprogramm konkretisiert sind, sowie die Transparenz darüber steigern.

Die Ergebnisse der Befragung haben uns wichtige Hinweise geliefert, die uns unterstützen unsere Kommunikation zu stärken und unsere Mitarbeiter noch intensiver einzubinden. Durch die Abfrage und Bewertung der am häufigsten genutzten Informationsquellen – z.B. Prospekte, Werbung und Website – kann Lidl Nachhaltigkeitsthemen künftig noch gezielter kommunizieren.

Im Anschluss an die Befragung der Stakeholder wurden in zwei Workshops die Themen aus Unternehmenssicht im Hinblick auf die Auswirkungen von Lidl Deutschland bewertet. Mitglieder des CSR-Expertenteams sowie die Geschäftsleitung untersuchten und bewerteten die Themen hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf Mensch, Umwelt und Gesellschaft aus Sicht des Unternehmens. Das Ergebnis dieser Wesentlichkeitsanalyse sind 13 Themen, auf die Lidl hohe Auswirkungen hat und die für Stakeholder relevant sind. Sie bilden die Basis für den vorliegenden Bericht.18

Die Mitarbeiter werden darüber hinaus weiterhin verstärkt anlassbezogen am Nachhaltigkeitsmanagement beteiligt. Bereits heute binden wir Kollegen immer wieder aktiv in Maßnahmen zur Nachhaltigkeit ein, so im Fairtrade-Jahr 2016 oder beim Ideenwettbewerb zum Energiemanagement in den Filialen. Hier haben rund 100 Mitarbeiter Ideen eingereicht, die nach einer Prüfung zum Teil bereits umgesetzt wurden.

16 GRI 102-43
17 GRI 102-44
18 GRI 102-46
Die Ergebnisse aus der Wesentlichkeitsanalyse wurden mit dem Lidl Responsibility Model im Nachgang abgeglichen.

 

 

 

 

Externe Initiativen21 und Mitgliedschaft in Verbänden22

Im Rahmen von Verbandsarbeit, beispielsweise für den Bundesverband für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde e.V., beteiligt sich Lidl am branchenweiten Austausch und Meinungsbildungsprozess zu relevanten Themen. Themenbezogen findet ein Austausch mit der Politik statt – z.B. bei Anhörungen im Landtag von Baden-Württemberg, bei politischen Besuchen in der Zentrale in Neckarsulm oder Besichtigungen der Lagerlogistikzentren durch Lokalpolitiker.

21 GRI 102-12
22 GRI 102-13

Lidl Deutschland ist Mitglied in verschiedenen Verbänden und Organisationen (Auszug):

  • econsense – Forum Nachhaltige Entwicklung der Deutschen Wirtschaft e.V.
  • Handelsverband Baden-Württemberg e.V.
  • Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen e.V.
  • Initiative Tierwohl (Gründungsmitglied)
  • Gesellschaft für Datenschutz und Datensicherheit e.V. (GDD)
  • 5 am Tag e.V.
  • Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde e.V.
  • Regionalfenster e.V.
  • KAT Verein für kontrollierte alternative
  • Tierhaltungsformen e.V.
  • Save Food


Über Lidl International ist Lidl Deutschland außerdem in folgenden nationalen und internationalen Verbänden und Organisationen vertreten (Auszug):

  • Handelsverband Deutschland e.V.
  • EuroCommerce
  • CSR Europe
  • amfori Business Social Compliance Initiative (BSCI)
  • Bündnis für nachhaltige Textilien
  • Forum nachhaltiger Kakao e.V.
  • Round Table on Sustainable Palm Oil (RSPO)
  • Global G.A.P.
  • Forum Nachhaltigere Eiweißfuttermittel
  • Charta der Vielfalt e.V.

 

 

Die Strategie und das Programm23

Wir handeln heute für morgen. Dies gilt für die künftige Verfügbarkeit von Rohstoffen, für die Artenvielfalt, für Arbeitsbedingungen in Zulieferbetrieben, für die Energieeffizienz unserer Gebäude und die Zufriedenheit unserer Mitarbeiter. Letztlich gilt dies auch für die Konsumentscheidungen unserer Kunden.

23 GRI 102-15

Aus unserer Geschäftstätigkeit und unserer Größe resultiert eine große Verantwortung. Unser Bekenntnis zu mehr Nachhaltigkeit dokumentieren wir  deshalb in regelmäßig veröffentlichten Positionspapieren, in denen wir unsere Einstellung zu relevanten Themen darlegen, Ziele veröffentlichen und eigene Maßnahmen beschreiben. Diese Positionen werden aktiv in der gesamten Wertschöpfungskette verfolgt und nachgehalten.

2015: Veröffentlichung des ersten Positionspapiers für den nachhaltigeren Einkauf von Fisch, Schalentieren und deren Erzeugnissen. Seitdem wurden zehn Positionspapiere veröffentlicht.

Handeln verstehen wir dabei im doppelten Sinn: Zum einen ist der Handel mit Lebensmitteln unser Kerngeschäft. Zum anderen ist unsere Arbeitsweise bodenständig und zupackend. Wir handeln, statt nur zu reden, und verfolgen zielstrebig unsere Vision, der nachhaltigste Discounter in Deutschland zu werden. Angelehnt an die Wertschöpfungsstufen haben wir Leitthemen entwickelt.

Orientiert an den „Sustainable Development Goals“ (SDGs), den UN-Nachhaltigkeitszielen, haben wir für unsere Nachhaltigkeitsstrategie die für unser Unternehmen wesentlichen Themen herausgefiltert und definiert. Dazu haben wir Stakeholder befragt, Ratings zurate gezogen und Leitlinien, wie den UN Global Compact, beachtet.

In unserem Nachhaltigkeitsprogramm konkretisieren wir unser Vorhaben mit messbaren Zielen und Maßnahmen. In nachfolgenden Berichten werden wir transparent über den Fortschritt der Zielerreichung informieren.

 

 

Nachhaltigkeitsprogramm:
Ziele und Maßnahmen

ZIELTERMINGEPLANTE MASSNAHMENIM BERICHTSZEITRAUM DURCHGEFÜHRTE
MASSNAHMEN
STATUS
Landwirtschaft und Rohstoffe: Tierwohl steigern – Vielfalt fördern1
Molkereierzeugnisse: 100% gentechnikfreie Produkte
bei dauerhaft gelisteten Eigenmarken
Ende 2019Umstellung der Milchbasisprodukte der weißen Linie (Milch) und aller Naturjoghurts bis Ende 2018

Umstellung aller zusammengesetzten Produkte im Milchanteil und der gesamten gelben Linie (Käse) bis Ende 2019 (deutsche Lieferanten)

Für Joghurt mit Aromen ist aktuell noch keine gentechnikfreie Lösung möglich
2016: Angebot gentechnikfreier Molkereiprodukte, z.B. Frischmilch, als erster Lebensmitteleinzelhändler

2017: Umstellung H-Milch deutschlandweit auf gentechnikfrei
Frischfleisch: 100% gentechnikfreie Produkte
bei dauerhaft gelisteten Eigenmarken
LaufendDurchführung eines Sojaprojekts: Gemeinsam mit Lidl Österreich und Schweiz sollen bis 2019 rund 147.000 Tonnen nachhaltigeres, gentechnikfreies Soja angebaut werden.

Umstellung des Frischfleisch- und Wurstsortiments auf gentechnikfrei
2017: Ausbau regionales und „Ohne Gentechnik“-zertifiziertes Frischfleischsortiment für Schwein und Rind mit Siegel vom Verband Lebensmittel ohne Gentechnik (VLOG)

Erarbeitung der Sojastrategie mit dem Ziel, gentechnikfreie Fütterung nach VLOG für alle Frischfleischprodukte zu ermöglichen
Fisch (Frischfisch, Tiefkühlfisch, Fischkonserven und Fischfeinkost): 100% zertifiziert
nach Marine Stewardship Council (MSC), Aquaculture Stewardship Council (ASC) oder Bio
Im Ausnahmefall können auch Produkte aus Fischereien eingesetzt werden, die eine
MSC-Vorbewertung erfolgreich bestanden haben und sich im Zertifizierungsprozess befinden
2018Ab Mai 2018 ausschließlich ASC- oder Biozertifizierte Rohware bei Fisch und
Schalentieren aus Aquakultur bei Fischfeinkost, Fischkonserven, Tiefkühlfisch und Frischfisch für das dauerhaft gelistete Eigenmarkensortiment
Seit 2017 ausschließlich MSC-zertifizierte Rohware aus Wildfang bei Fisch und Schalentieren im Tiefkühl- und Frischfisch-Bereich im dauerhaft gelisteten Eigenmarkensortiment
Kaffee: 100% zertifiziert
nach UTZ, Rainforest Alliance, Fairtrade oder Bio
Ende 2020Sukzessive Umstellung der Kaffeesorten durch ZertifizierungEs sind bereits die Sorten Röstkaffee und Instantkaffee umgestellt auf nun 51,8% der Gesamttonnage.
Tee (Grün-, Schwarz- und Rooibostee): 100% zertifiziert
durch Fairtrade, Rainforest Alliance, UTZ oder Bio
Ende 2018Sukzessive Umstellung der Teesorten durch ZertifizierungDie Sorten Schwarztee, Grüntee, Rooibostee sind umgestellt auf nun 84,4% der Gesamttonnage.
Tee (Kräuter- und Früchtetee): 50% zertifiziert
durch Fairtrade, Rainforest Alliance, UEBT/UTZ oder Bio
Ende 2020Sukzessive Umstellung der Kräuter- und Früchteteesorten durch ZertifizierungFrüchtetee und Kräutertee sind aktuell umgestellt auf nun 19,2% der Gesamttonnage.
Verbesserung des Tierwohls bei Legehennen2018Angebot der Freilandeier von Legehennen, deren männliche Geschwister aufgezogen werden, in ausgewählten Regionen – ausgestattet mit dem Premiumlabel des Deutschen Tierschutzbundes

Ausbau des Engagements für schnellstmögliche Praxistauglichkeit von Detektoren zur Geschlechtsbestimmung im Ei
Seit Ende 2017 ausschließlich frische Eier von Legehennen ohne gekürzte Schnäbel im Sortiment

Vollständiger Verzicht von Eiern aus Käfighaltung für Frischei seit 2009 und für verarbeitete Eier in unseren Eigenmarkenprodukten seit 2016
Steigerung der Transparenz
durch Kennzeichnung der Haltungsbedingungen für Frischfleisch der Eigenmarke
LangfristigRund 50% der Frischfleischprodukte auf mindestens Stufe 2, „Stallhaltung Plus“,
bis Anfang 2019 umstellen – langfristig komplettes Frischfleischsortiment

Etablierung der Stufe 2, „Stallhaltung Plus“, des Lidl-Haltungskompasses als
Mindeststandard für alle Frischfleischprodukte

Aktive Mitarbeit in der Initiative Tierwohl
Februar 2018: Ankündigung Einführung des Lidl-Haltungskompasses
fur Frischfleischprodukte (Schwein, Rind, Pute, Hähnchen)
Erhalt der Artenvielfalt
und Schutz von Insekten und Wildbienen
2018 und fortlaufendErweiterung des Pflanzensortiments um bienenfreundliche Pflanzen

An Logistikstandorten legt Lidl 2018 zusätzlich insgesamt über 20.000 Quadratmeter naturnah an.

Optimierung von Pflanzenschutzmaßnahmen im Obstbau durch Pilotprojekt in
Griechenlandnd
2,13 Mio. Quadratmeter Blu_hflächen gemeinsam mit Partnern und Lieferanten der Vieh- und Landwirtschaft angelegt
ZIELTERMINGEPLANTE MASSNAHMENIM BERICHTSZEITRAUM DURCHGEFÜHRTE MASSNAHMENSTATUS
Lieferkette und Verarbeitung: Ressourcen schonen – Fairness leben
Umweltstandards in der Lieferkette1
Umsetzung des Detox-Commitments
Vermeidung der von Greenpeace definierten Chemikalien in der Textilproduktion
2020Vermeidung der von Greenpeace definierten Chemikalien in der Textilproduktion

Weitere Abwassertests

Weitere Umsetzung eines Schulungsprogramms zu betrieblichem Umwelt- und
Chemikalienmanagement für Textilproduzenten
Erstellung einer kombinierten Chemikalienverbotsliste
(Manufacturing Restricted Substances List/Restricted Substances List)

Durchführung von Abwassertests

Umsetzung der Phase 1 eines Schulungsprogramms zu betrieblichem Umwelt- und Chemikalienmanagement für Textilproduzenten
Sozialstandards in der Lieferkette1
Sukzessive Erhöhung der Arbeitssicherheits- und Gesundheitsstandards
bei Lieferanten, insbesondere in Südostasien, durch gezielte Maßnahmen der
Kompetenzförderung
LaufendUnterzeichnung des erneuerten internationalen Brandschutzabkommens für
Bangladesch 2018 – 2021. Inhalt des Abkommens ist u.a. die Stärkung von
Gebäudesicherheit.

Stärkung von Gebäudesicherheit, Brandschutz sowie gezielte Aufklärung über
Arbeitnehmerrechte in den Textilfabriken

Fortsetzung des Supplier-Qualification-Projektes mit der GIZ in Bangladesch sowie
des darin angebotenen kostenfreien Gesundheitsdienstes
Beim Supplier-Qualification-Projekt mit der GIZ wurden z.B. mehr als 15.500 Patienten versorgt, darunter auch Frauen während der Schwangerschaft unterstützt und ihnen essenzielle Impfungen verabreicht
Durchführung von jährlichen Sozialaudits in Lieferketten,
für die ein erhöhtes Risiko für Arbeits- und Menschenrechte ermittelt wurde
LaufendFortführung des Sozialauditprogramms und Erweiterung um zusätzliche AnsätzeDie Hersteller von Lidl-Eigenmarkenprodukten (Non-Food) werden durch unabhängige Institute gemäß amfori BSCI auditiert.
Steigerung von Transparenz in der Lieferkette von Eigenmarkentextilien und -schuhenLaufendAktualisierung der veröffentlichten Liste alle sechs MonateVeröffentlichung der über 600 Lieferanten für Textilien und Schuhe
Unterstützung kleinbäuerlicher Erzeuger vor Ort
im Kaffeeanbau in Bolivien
LaufendProjektphase 2 in Bolivien (Oktober 2018 bis Februar 2019): Ausweitung und Festigung des Projektes in Höhe von 50.000 EuroProjektphase 1 (2016 über 2017) in Bolivien: 150.000 Euro Projekthilfe für Kaffeeanbauern: Förderung des Aufbaus von Baumschulen und Unterricht für Bauern in der nachhaltigen Bewirtschaftung ihrer Felder
ZIELTERMINGEPLANTE MASSNAHMENIM BERICHTSZEITRAUM DURCHGEFÜHRTE
MASSNAHMEN
STATUS
Betrieb und Prozesse: Effizienz steigern – Mitarbeiter fördern
Betriebliches Umweltmanagement1
Umrüstung aller Filialen und Lager auf LED-Beleuchtung
Einsparung von 117,1 GWh und rund 45.000 Tonnen CO2 pro Jahr
2019Verzicht auf T5- und T8-Leuchtmittel, Umstellung aller bestehenden Lidl-Filialen auf LED-Leuchtmittel, erwartete Einsparung von 76 GWh und 31.000 Tonnen CO2/Jahr

Einsatz von LED-Beleuchtungstechnik bei Modernisierungen und Neueröffnungen von Filialen, erwartete Einsparung von 38 GWh und 14.000 Tonnen CO2/Jahr

Einsatz von LED-Beleuchtungstechnik bei Modernisierungen und Neueröffnungen von Lagern, erwartete Einsparung von 3,1 GWh und 1,14 Tonnen CO2/Jahr
670 Filialen mit LED-Leuchtmitteln ausgestattet,
Gesamteinsparung: 23 GWh und 9.500 Tonnen CO2/Jahr

1.070 Filialen bei Modernisierung und Neubauten mit LEDs ausgestattet, Gesamteinsparung: 34 GWh und 12.000 Tonnen CO2/Jahr
Steigerung des Anteils selbst erzeugter erneuerbarer EnergieLaufendNutzung eigenproduzierter Sonnenenergie in Neubauten und Bestandsfilialen: weitere 145 Fotovoltaikanlagen für Geschäftsjahr 2018 geplantFotovoltaikanlagen auf fünf Logistikzentren und 44 Filialen neu installiert
Förderung von E-Mobilität
durch Bereitstellen einer Ladeinfrastruktur
LaufendAusstattung jeder Neueröffnung mit einer E-Tankstelle bzw. 2 Ladepunkten à 22 kW

Vorbereitung von E-Tankstellen bei Neueröffnungen und Großmodernisierungen mit Parkplatzsanierungen von 20% aller Parkplätze der Filiale
Neun Filialen mit E-Schnellladesäulen (à 50 kW) ausgestattet, tanken für Kunden kostenlos
Einsatz natürlicher Kältemittel Lager
bei Kälteanlagen zur Verringerung des CO2-Ausstoßes pro Lager und Jahr um 208 Tonnen gegenüber dem Basisjahr 2015
LaufendAcht bestehende Kälteanlagen sollen bis 2020 durch moderne NH3-(Ammoniak)-Kälteanlagen (natürliches Kältemittel) ersetzt werden.Von 39 Zentrallagern wurden bislang insgesamt 25 auf natürliche Kältemittel zur Kühlung umgestellt
Einsatz natürliche Kältemittel Filiale
zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes bei Kühlmöbeln und Kälteanlagen durch die Umstellung auf Propan als Kältemittel, 129 Tonnen CO2 je Filiale jährlich Gesamtersparnis: 179.568 Tonnen jährlich
2019Umstellung von Kälteanlagen und Kühlmöbeln in 1.392 Filialen geplantSeit September 2017 rund 800 Filialen umgestellt
Reduzierung des Plastikeinsatzes
um mindestens 20% bei Verpackungen
2025Erstellung eines Konzepts für die Reduzierung des Plastikeinsatzes durch kleinere Verpackungen bei gleichem Umsatz

Gesteigerte Nutzung von Verpackungen aus Kartonagen
Reduzierung der Verpackungsgröße und damit des Plastikeinsatzes der „Alesto Cashewkerne“ um 20% sowie Reduzierung der Foliendicke „Grafschafter Toastbrot“ um 25%
100% Recyclingfähigkeit der Kunststoffverpackungen2025Erarbeitung eines Konzepts zur Erhöhung der Recyclingfähigkeit bei VerpackungenRecyclinganteil bei „Freeway“- und „Saskia“-Flaschen von 60%
Reduzierung von EinwegbechernLaufendVerzicht auf Einwegbecher an Heißgetränkeautomaten – Ersatz durch MehrweglösungenUmstellung aller Heißgetränkeautomaten auf die Funktion „Eigener Becher“
Mitarbeiterverantwortung1
Steigerung der MitarbeiterzufriedenheitLaufendEntwicklung und Umsetzung einer ganzheitlichen Strategie zur Mitarbeiterbindung, Analyse regionaler Bedarfe und Entwicklung eines umfassenden Maßnahmenkatalogs für BindungsmaßnahmenEinführung des Führungsleitbilds „High Five“

Freiwillige Erhöhung des Tarifabschlusses 2017

Anhebung des internen Mindestlohns auf 12€/Stunde
Verbesserung der Gesundheit der MitarbeiterLaufendDurchführung des Projekts Megaphys: Durch neue Analysemethoden zur tatsächlichen physischen Belastung sollen Einwirkungsmöglichkeiten auf die Belastungen festgestellt werden, um diese zu reduzieren.Focierung Betriebliches Gesundheitsmanagement
Kontinuierliche Optimierung der Personalentwicklungsmaßnahmen
zur Besetzung vakanter Fach- und Führungskräftepositionen aus den eigenen Reihen und zur Mitarbeiterbindung
LaufendErweiterung der on the job Maßnahmen zur fachlichen und kompetenzbasierten Weiterbildung

Einführung von Blended-Learning-Instrumenten: moderne und lernindividuell nutzbare Plattform

Einführung von Karriereplänen mit klar definierten Entwicklungsmaßnahmen
Umfassenderes Weiterbildungsangebot zur fachlichen und kompetenzbasierten Weiterentwicklung erarbeitet

Einführung von Entwicklungstagen, um Potenzialträger zu identifizieren

Förderpoolkonzept: gezielte Weiterbildungsangebote zur standardisierten Einarbeitung in eine neue Position entwickelt

Individuelle, transparente und dokumentierte Entwicklungsplanung im jährlichen Entwicklungsgespräch durchgeführt

Soll-Ist-Vergleich im Halbjahresgespräch überarbeitet Persönliche und fachliche Weiterentwicklung der Mitarbeiter

auf gleicher Hierarchieebene durch Job Rotation-Programme (horizontal, international)
ZIELTERMINGEPLANTE MASSNAHMENIM BERICHTSZEITRAUM DURCHGEFÜHRTE
MASSNAHMEN
STATUS
Kunde und Gesellschaft: Transparenz schaffen – Verantwortung leben1
Erweiterung des Biosortiments um rund 50% (Festlistung)Ende 2018Einlistung weiterer BioprodukteAusbau des Biosortiments auf 171 national und regional verfügbare Artikel
Erweiterung des Sortiments mit regionalen Produkten um 100 ProdukteEnde 2018Einlistung weiterer regionaler Handelsmarken, Kennzeichnung mit dem Regionalfenster45 mit dem Regionalfenster gekennzeichnete Artikel wurden neu gelistet
Absatzgewichtete Reduzierung von Zucker und Salz in Eigenmarken um 20%2025Weitere Reformulierungen, damit bis 2025 der absatzgewichtete durchschnittliche Gehalt an zugesetztem Zucker und Salz im Eigenmarkensortiment um 20% reduziert istAuswahl bereits reduzierter Produkte:

Zucker:
„Crownfield Cornflakes“ –35%
„Crownfield Frosted Flakes“ –29%
„Milbona 2-Kammer Joghurt“ (Kirsche, Heidelbeere, Erdbeere) – mindestens 15%
„Freeway Cola“ –5%
„Freeway Orange“ –6%

Salz:
Reduktion in Brot- und Backwaren um mehr als 12% im Dauersortiment. Bei einzelnen Produkten konnte der Anteil um bis zu 29% gesenkt werden.
Kontinuierliche Steigerung der Transparenz bei NachhaltigkeitsthemenLaufendEinführung eines Newsletters für Stakeholder

Veröffentlichung Positionspapier für den nachhaltigeren Einkauf von zellulosehaltigen Eigenmarkenprodukten und Verpackungen
Microsite Nachhaltigkeit, Nachhaltigkeitsbroschüre

Ziel begonnen | Ziel fortgeschritten | Ziel erreicht | Fortlaufendes Ziel

1 GRI 103

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