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Weniger ist mehr

Wie wir sukzessive Plastik reduzieren

Lidl setzt seit Jahren auf eine sukzessive Vermeidung und Reduzierung von Verpackungsmaterialien bei gleichzeitiger Verbesserung der Recyclingmöglichkeiten. Bereits seit Jahren analysieren wir in enger Abstimmung mit unseren Lieferanten sehr sorgfältig, wo wir ganz auf Plastik verzichten oder zumindest die Menge reduzieren können, wo wir auf alternative Verpackungsmöglichkeiten zurückgreifen und wie wir die Recyclingfähigkeit und den Rezyklateinsatz erhöhen können.

Konkrete Maßnahmen wurden bereits umgesetzt: Als erster Discounter hat Lidl Deutschland 2017 die Standard-Plastiktüte aus allen 3.200 Filialen verbannt. Das Unternehmen bietet außerdem schon seit vielen Jahren eine große Anzahl an unverpackten, losen Artikeln im Obst- und Gemüsebereich an.

Mittlerweile hat Lidl auch „Dein Vitaminnetz“ deutschlandweit fest in das Sortiment aufgenommen. Kunden, die sich für die Nutzung der wiederverwendbaren, umweltfreundlicheren Netze entscheiden, können damit ihr Obst und Gemüse sicher nach Hause transportieren. Das Mehrweg-Frischenetz ist die ressourcenschonende, umweltfreundliche Alternative zum klassischen Einweg-Knotenbeutel.

Zudem hat Lidl Schritte zur Wiederverwertung von Folien aus den Logistiklagern umgesetzt. Schon heute werden 100 Prozent des Plastiks und der Folien in unseren Filialen und Logistikzentren dem Recycling zugeführt.

Um diesen Weg konsequent weiterzugehen folgte Anfang 2018 die Lidl-Plastikstrategie mit konkreten Zielen: Bis 2025 soll der Plastikverbrauch bei Lidl in Deutschland um mindestens 20 Prozent reduziert und 100 % Recyclingfähigkeit der Kunststoffverpackungen für Eigenmarken sichergestellt werden.

Neues Logo „verantwortlicher verpackt“ für mehr Transparenz 

Im Rahmen dieser Plastikstrategie arbeitet Lidl Deutschland kontinuierlich an der Verpackungsoptimierung seiner Eigenmarkenprodukte. Damit Kunden nachvollziehen können, was die neuen Produktverpackungen im Vergleich zu den bisherigen nachhaltiger macht, führt Lidl mit dem „verantwortlicher verpackt“-Logo ab Juli 2019 eine neue Verpackungskennzeichnung bei Eigenmarkenprodukten ein. So weist das Unternehmen transparent die bereits umgesetzte Plastikreduktion sowie die Steigerung der Recyclingfähigkeit aus. 
 
Das Logo wird sukzessive auf der Vorderseite von Verpackungen aufgebracht, die mindestens eines der folgenden Kriterien erfüllen: 

  • Recyclingfähigkeit von mindestens 80 Prozent 
  • Rezyklatanteil von mindestens 30 Prozent 
  • Einsatz von alternativen Materialien 
  • Einsparung von Volumen oder Gewicht des Verpackungsmaterials von mindestens 10 Prozent 

 
Welche dieser nachhaltigen Kriterien die jeweilige Verpackung konkret erfüllt, ist transparent auf dem Produkt angegeben. Aktuell befindet sich das Logo bereits auf verschiedenen Eigenmarkenverpackungen, zum Beispiel der „Floralys“-XXL-Haushaltsrolle, und wird in Kürze bei den „Dulano“-Geflügel-Wienern ergänzt. 

Unsere Produkte
Bereits Plastik reduziert
sowie Produkte mit Recyclatanteil

"Grafschafter"-Toastbrotverpackungen

Die Foliendicke der "Grafschafter"-Toastbrotverpackungen wurde um 25 Prozent reduziert.

"Alesto" Nuss- und Trockenfrucht-Sortiment

Bereits bei zehn Sorten im Nuss- und Trockenfrucht-Sortiment der Eigenmarke "Alesto" u.a. bei den Cashew-Nüssen wurden die Verpackungsgrößen reduziert, sodass rund 20 Prozent je Packung und damit 150 Tonnen Kunststoff pro Jahr eingespart werden.

"Saskia" und "Freeway" PET-Flaschen

Lidl hat bei PET-Flaschen der Eigenmarken "Saskia" und "Freeway" einen eigenen Recyclingkreislauf geschaffen, mit dem aktuell ein Recyclatanteil von mehr als 60 Prozent in jeder Flasche sichergestellt wird (ausgenommen Deckel und Etikett).

Flatskin Verpackungen für Frischfleisch

Seit Juli dieses Jahres werden die Rib Eye Steaks und Rinderfiletsteaks des Lidl-Eigenmarkensortiments in sogenannten "Flat Skin"-Verpackungen angeboten. Durch dieses "Flat Skin"-Konzept reduziert Lidl rund 60 Prozent Kunststoff pro Verpackung. Zusätzlich sind alle Materialien getrennt voneinander recyclingfähig.

Formil 20 WL

Bei dem Waschmittel der Eigenmarke "Formil" wurde die Konzentration erhöht, wodurch pro Waschgang weniger Flüssigwaschmittel bei gleicher Waschkraft benötigt wird. Das ermöglicht eine kleinere Flaschengröße und damit einen verringerten Einsatz von Plastik um rund 10,5 % pro Flasche. Pro Jahr ergibt sich daraus eine Plastikeinsparung von rund 30 Tonnen.

Maxitrat 27 WL

Die Konzentration des Waschmittels der Eigenmarke "Maxitrat" wurde erhöht, sodass pro Waschgang und bei gleicher Waschkraft weniger Flüssigwaschmittel benötigt wird. Dies ermöglicht eine kleinere Flaschengröße, wodurch rund 27,2 Prozent Kunststoff pro Flasche und 84 Tonnen pro Jahr eingespart werden.

Lidl verzichtet auf festes Mikroplastik 

Einzelne Partikel sind kleiner als fünf Millimeter, befinden sich im Wasser, an Land, in der Luft und haben gravierende ökologische Auswirkungen: Der Einsatz von festem Mikroplastik steht regelmäßig in der Diskussion. Seit Jahren beschäftigt sich Lidl intensiv mit der Reduzierung von Mikroplastikemissionen aus unterschiedlichen Quellen und verfolgt das Ziel, bis 2020 in allen Lidl-Eigenmarkenprodukten im Kosmetik- und Körperpflegesortiment auf festes Mikroplastik zu verzichten. Mit einem jetzt veröffentlichten Positionspapier macht Lidl die dafür notwendigen Maßnahmen transparent. Gleichzeitig fordert das Unternehmen eine dringend benötigte einheitliche Definition, was genau unter die Bezeichnung Mikroplastik fällt. 

Kampf gegen Plastikmüll und Einwegplastik

Bis Ende 2019 wird Lidl Deutschland in allen 3.200 Filialen Einwegplastikartikel wie Trinkhalme, Einwegbecher und -gläser, Teller, Besteck und Wattestäbchen mit Plastikschaft komplett auslisten. Sie werden ersetzt durch Produkte aus alternativen und recycelbaren Materialien, an denen das Unternehmen aktuell mit seinen Lieferanten arbeitet. Damit haben Lidl-Kunden weiterhin die Möglichkeit, Einwegprodukte für bestimmte Zwecke zu kaufen, ohne dafür auf Plastik zurückgreifen zu müssen. Weiterhin streben wir auch den Verzicht und die Umstellung von Besteck und Trinkhalmen im Convenience- und Getränkebereich an.

REset Plastic – Die Plastikstrategie der Unternehmensgruppe Schwarz

Deutschland ist Europameister in der Produktion von Plastikmüll. Auch Lidl trägt u.a. hierzu bei, weil wir unsere Lebensmittel oftmals in Kunststoff verpackt anbieten. In vielen Fällen ist eine Verpackung unumgänglich, dennoch möchten wir dem wachsenden Problem, das sich aus dem achtlosen Wegwerfen von Kunststoffen in die Natur mit wirksamen Lösungen entgegentreten.

Die Unternehmensgruppe Schwarz, die mit den Handelssparten Lidl und Kaufland zu den international größten Handelsunternehmen gehört, ist sich ihrer Verantwortung für die Umwelt bewusst und nimmt diese wahr. Mit REset Plastic hat sie eine ganzheitliche Strategie entwickelt, die sich in fünf Handlungsfelder gliedert: Vermeidung, Design, Recycling, Beseitigung sowie Innovation und Aufklärung. Damit wird die Vision „Weniger Plastik – geschlossene Kreisläufe“ Wirklichkeit.

Die Strategie umfasst fünf Handlungsfelder

REduce – Vermeidung
Wir verzichten wo immer möglich und nachhaltig auf Plastik.
REcycle – Recycling
Wir sammeln, sortieren, recyceln und schließen Wertstoffkreisläufe.
REdesign – Design
Wir gestalten Produkte so, dass sie recyclingfähig sind, und schließen Kreisläufe.
REmove – Beseitigung
Wir unterstützen bei der Beseitigung von Plastikmüll aus der Umwelt.
REsearch – Innovation und Aufklärung
Für innovative Lösungen investieren wir in Forschung und Entwicklung und klären über Recycling und Ressourcenschonung auf.
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